Last but not least: Kassel

1100 Kilometer und zahlreiche Tankf?llungen liegen hinter uns. W?hrend ich diese Zeilen schreibe, bringt Jens die ?briggebliebenen Materialien zur?ck nach Frankfurt und den Bus nach Fulda.

Der gestrige Tag begann wie ?blich mit Flyer verteilen vor mehreren Berufsschulen. Eine Gruppe von Sch?lern freute sich ?ber die Infos, weil sie gerade das Thema Wahlkampf im Unterricht durchgemacht hatten. Bei einer Probewahl am Ende der Stunde sah es f?r uns allerdings nicht gut aus: nur zwei Stimmen f?r die Linke. Sogar ?berholt von der Tierschutzpartei mit f?nf Stimmen, ein Schalk der B?ses dabei denkt...
Nachmittags noch ein Infostand in Kassels zentraler Einkaufsstrasse und Abends dann Flyer und Gimmicks in Kassels Clubs verteilt.



[stand mal aus einer anderen Prespektive]



[Montagsdemo Kassel zieht an unserem Stand vorbei]


Auch wenns noch ein bisschen fr?h ist ein abschliessendes Fazit zu fassen: Die Tour war ein Erfolg! ?berall wo wir waren, erlebten wir viel Zustimmung und Zuspruch f?r die Linke und eine starke Linkspartei. In einigen Orten konnten wir die vielbesch?ftigten Wahlk?mpferInnen der Linkspartei und WASG durch unsere Anwesenheit und Unterst?tzung entlasten. An anderen Orten erreichten wir Menschen und waren pr?sent, wo sonst die Linke nicht so oft auftaucht. H?ufig sind wir gerade auch in einen Dialog mit jungen Leuten getreten, ein kleines messbares Ergebnis sind zwei Neueintritte in den Jugendverband.

Wie auch immer die Bundestagswahl ausgehen wird, das Motto der socialist-bustour durch Hessen wird aktuell bleiben:"man mu? diese versteinerten Verh?ltnisse dadurch zum Tanzen zwingen, da? man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" (sponsored by good old charly)
13.9.05 15:43


Fast schon das Ende

Am vorletzten Tag unserer Bustour besuchten wir die nordhessische Kleinstadt Borken, etwa in der geografischen Mitte zwischen Marburg & Kassel gelegen, Hinterland also. Der Grund f?r diesen Abstecher ist aber recht einfach: Im benachbarten Bad Zwesten gibt es eine sehr junge & aktive Basisgruppe, die wir in ihrem Wahlkampf unbedingt unterst?tzen wollten.
Das Stra?enfest in Borken war trotz des Regens gut besucht, au?erdem wurde dem Klischee von konservativen provinziellen Kleinst?dten widersprochen: Auff?llig viele Menschen lie?en sich von unseren Ideen begeistern & es entstanden viele interessante Diskussionen. Zu erw?hnen w?re denn auch noch eine nette Ladenbesitzerin, die uns ihren Pavillon als Regenschutz ?berlies



Abends schauten wir noch sehr gespannt das Fernsehduell im hessenfernsehen zwischen Ann & jungen KandidatInnen der anderen Parteien. Ann meisterte ihr Fernsehdebut souver?n & auch das anwesende ['solid]-Publikum war nicht zu ?berh?ren, auch wenn es "komischerweise" nicht wirklich im Bild erschien. Die Gr?ne Jugend sieht halt doch etwas konformer aus......

Mehr will ich da auch gar nich sagen,

Euer Jens





(Rechtschreibung ist reaktion?r)
11.9.05 23:05


Nach einer kurzen Irrfahrt durchs mittelhessische Hinterland, erreichten wir das erzkonservative Fulda. Hier versucht sich der rechtsextreme Martin Hohmann, der letztes Jahr wegen antisemitischen ?u?erungen aus der CDU geflogen war, als Direktkandidat f?r den Bundestag. Umfragen zu Folge k?nnte er es sogar schaffen, Zeit in der katholischen Hochburg in die sozialistische Offensive zu gehen.
Der Infostand sorgte direkt vor dem Bahnhof, nicht nur aufgrund der Musik und des au?ergew?hnlichen Tourmobils, f?r erhebliches Aufsehen. Anders als erwartet, gab es auch in dieser linken Diaspora durchaus viel positive Resonanz. Eine ?ltere Frau aus Ru?land bat um Infomaterial um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Ein weiterer Beweis f?r die Richtigkeit der Forderung nach kostenlosen und freiwilligen Sprachkursen. Hatten wir in 8 Tourtagen bisher nie ?rger mit der Polizei, tauchte sie in Fulda schon nach zwei Minuten auf, beobachtete den Stand die ganze Zeit und verwies uns schliesslich um Punkt 14:00 des Platzes.



Anschliessend bespa?ten wir das Dorf- und Weinfest im kleinen H?nfeld und warben im rustikalen Ambiente mit Flyern, Gummiherzchen und Feuerzeugen f?r die Linkspartei.
Heut Abend geht es in den linken Club und Kulturzentrum "Kreuz" in Fulda, wo wir zielgruppenorientiert f?r die Linke und den Jugendverband werben werden...
10.9.05 18:36


Über Bildung, tote Nazis & die Internationale

Nach einer kurzen Nacht ging es an die Clemens-Brentano-Schule in Lollar wo Ann an einer Podiumsdiskussion zum Thema Schul- & Bildungspolitik teilnahm. Angesichts zweier Bundestagsabgeordnete von SPD & CDU schlug sie sich als einizige Frau unter den KanditatInnen wacker. Im laufe der Diskussion prangerte sie das dreigliedrige Schulsystem an & warb u.a. f?r das Modell der integrativen Gesamtschule.



Gleich darauf fuhren wir nach Marburg, wo wir diesmal an drei Schulen gleichzeitig Infomaterial verteilten.
Abgesehen von einem sehr agressiven Mann, der uns als SED beschimpfte & mit der NSDAP gleichsetzte, erfuhren wir viel possitive Ressonanz. Die Information, dass u.a. mehr ehemalige SPD'lerInnen als SED'lerInnen auf den Listen der Linkspartei kandidieren, schien ihn nicht zu interessieren. Nat?rlich diskutierten wir auch ?ber die aktullen Nachrichten & den Tod der NPD-Direktkandidatin in Dresden sowie die m?glicherweise daraus resultierende Verschiebung der Bekanntgabe der Wahlergebnisse der Bundestagswahl. Ein vorbeikommender Genosse stellte zutreffend fest: "Nun verrecken die Schei?nazis schon & machen trotzdem noch ?rger"

Der Marburger Direktkandidat der Linkspartei Pit Metz rezitierte in der Kneipe Clou eigene Lyrik. Die Darbietung reichte von Nachdenklichem bis zu Heiterem. Daneben erfreute der Gitarist Jost u.a. mit einer etwas eigenwilligen Interpretation der Internationalen.Passend zum Schluss spielte er noch "Der Traum ist aus" von Tonm Steine Scherben.

Good night Comrades!

Jan & Jens
10.9.05 00:58


Tag 6 : an uns kommt keiner vorbei

Um 10 Uhr verlie?en wir die wundersch?ne Stadt Wie?baden und brachen auf nach Gie?en, wo wir als erstes einen Infostand an einer Berufsschule machten.

Die meisten Sch?ler nahmen unsere Infomaterialien gerne an und einige suchten das pers?nliche Gespr?ch.

Danach brachen wir auf in die Innenstadt, wo wir einen weiteren Infostand aufbauten. Fr?hliche Skarythmen zogen viele Leute an, die sich, Jung wie Alt, f?r uns und die Ziele der Linken sehr interessierten. Besonders einige t?rkische Mitb?rgerinnen waren hochbegeistert von der Wahlzeitung auf t?rkisch.



Ein SPD Mitglied wurde vom Wahlomat auch an uns verwiesen. In einem Kurzen Gespr?ch outete er sich als Lafontaine-Anh?nger und mir wurde deutlich das Selbst SPD-Mitglieder sich nicht mehr sicher sind. ob ihre Partei noch w?hlbar ist. Auff?llig schnell steckte er sich unser Programm ein und verabschiedete sich. Doch es kam noch besser:

Selbst die junge Union, ich betone DIE JUNGE UNION musste kurz sich unseren Wahlbus anschauen. Obwohl sie selbst ein Wahlmobil hatten kamen sie nicht drumrum zu erkennen, dass die Linkspartei mit 'solid f?r Jugendliche einfach ansprechender ist. Selbst Bestechungsversuche (bei sengender Hitze Eis verteilen) konnte dies nicht kompensieren.

Unter dem Motto "die Verh?ltnisse zum tanzen bringen" wurden viele junge, wie auch alte leute dazu angeregt, nicht nur die derzeitige Politik zu kritisieren, sondern auch die gesamte gesellschaftliche Ausrichtung in Frage zu stellen. Vorallem beim Verh?ltnis R?stungsausgaben und Bildungsinvestitionen waren viele Mitb?rgerInnen auch am Ende ihres Verst?ndnisses f?r die Politik der Etablierten.

Die Motivation steigt immer weiter, die Mauern vor der Solidarit?t einzurei?en, mit und f?r die Menschen...

In diesem Sinne,

Gute Nacht

Eure Ann
9.9.05 00:49


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